Im Sommer 2025 reiste der Pfadfinderstamm Schwarzkittel zum Sommerlager nach Österreich in die Steiermark an den Leopoldsteinersee. In diesem Jahr fand das Lager als Bundeslager gemeinsam mit weiteren Stämmen aus Calw, Karlsruhe und Ravensburg statt, sodass in der ersten Woche über hundert Pfadis zusammenkamen.

Das Programm stand ganz im Zeichen des mittelalterlichen Rittertums: Wir folgten der Einladung zu einem Ritterturnier, bei dem der Erbe oder die Erbin des Königs Leopold von Leopoldstein zu Karantanien bestimmt werden sollte. Um uns dafür zu qualifizieren, stellten wir uns im Kampf gegen Raubritter und Drachen sowie im Umgang mit der karantanischen Währung, dem Denar, unter Beweis, indem wir stets pünktlich unsere Steuern zahlten. In den Mittagspausen bestand die Möglichkeit, Geld zu erspielen, das man gut einteilen musste, um abends noch genügend für die Abgaben an den König zu haben, denn es lockten auch Angebote wie der Bauchladen, die Heldenschmiede oder das Casino. Außerdem zeigten wir handwerkliches Geschick beim Bau von Speeren und Wanderstöcken, beim Herstellen von Perlenschmuck und Lederbeuteln sowie als Schreiberlinge mittelalterlicher Kalligraphie. Am letzten Tag vor der Abreise erhielten wir schließlich feierlich den Ritterschlag, wodurch uns die Teilnahme am Ritterturnier gewährt wurde, und die Spiele konnten beginnen. Am Ende setzte sich eine Pfadfinderin aus Ravensburg als Erbin durch.

Neben all dem mittelalterlichen Programm kamen auch unsere eigenen Pfaditraditionen nicht zu kurz: Es wurden Prüfungen für die nächste Halstuchstufe abgelegt, Neulinge auf ihre Pfadinamen getauft und abends häufig am Lagerfeuer gesungen oder im Weißzelt Karten gespielt. Großen Einsatz zeigte auch das Aufbaulagerteam, das bereits drei Tage vorher angereist war und neben der üblichen Infrastruktur ein eindrucksvolles Lagertor mit zwei großen schwarzen Türmen und Fahnen errichtete.

Nach der ersten Lagerwoche am Leopoldsteinersee brachen wir in drei Altersgruppen zu einem viertägigen Hajk auf. Je nach Gruppe legten wir dabei zwischen 50 und 90 Kilometer zurück und übernachteten an sehr unterschiedlichen Orten, von Gärten freundlicher Anwohner bis hin zu Pfadfinderheimen. Am Mittwoch trafen wir uns schließlich alle wieder am See, verbrachten den Nachmittag gemeinsam im Wasser und ließen die letzten Lagertage entspannt ausklingen.

Gut Pfad

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